Ratgeber · Schürze bedrucken

Schürzen besticken lassen: wie Stick funktioniert, was er kostet und wo seine Grenzen sind

Schürzen mit Logo oder Namen besticken lassen: wie Maschinenstick funktioniert, was eine Stickdatei ist, Flachstick vs. 3D-Stick, kleinste Schrift, Kosten nach Stichzahl, Anbieter mit Stick ab wenigen Stück.

Mathias Ziegler · Gründer shirtcamp.de, MünchenAktualisiert am 4 Min. Lesezeit
Stickmaschine stickt den Namen „Lena“ in weißem Garn auf eine schwarze Schürze

Kurz gesagt

Stick lohnt sich für Logos und Namen in wenigen Vollfarben auf Schürzen, die viel gewaschen werden – Gastronomie, Bäckerei, Café, Teams. Für ein Motiv wird zuerst einmalig eine Stickdatei erstellt („Punchen“), danach wird nach Stichzahl abgerechnet: Ein kleines Brustlogo ist günstig, eine große Fläche teuer. Grenzen: keine Fotos und Verläufe, Buchstaben ab etwa 6–7 mm Höhe, Linien ab etwa 1 mm. Stick ab wenigen Stück bieten laut eigenen Angaben unter anderem wir-bedrucken-mehr, wir-machen-druck und TeamShirts an – siehe Anbieter-Vergleich. Für ein Einzelstück als Geschenk ist Druck meist die bessere Wahl.

Ein gesticktes Logo ist das, was eine Schürze nach Arbeitskleidung aussehen lässt: plastisch, edel und auch nach Hunderten Wäschen bei 60 °C noch wie neu. Deshalb tragen Cafés, Bäckereien und Restaurants gestickte Schürzen und keine bedruckten. Hier steht, wie Maschinenstick funktioniert, was eine Stickdatei ist, was der Stick kostet und wo er an seine Grenzen kommt.

Wie Maschinenstick funktioniert

Eine Stickmaschine setzt mit einer oder mehreren Nadeln Tausende Stiche in den Stoff, Farbe für Farbe. Damit der Stoff sich nicht verzieht, wird er in einen Rahmen gespannt und auf der Rückseite mit einem Stickvlies stabilisiert. Das Garn ist meist Polyester oder Viskose, beide farbecht und waschfest. Weil jeder Stich eine Position braucht, kann die Maschine nicht einfach ein Bild sticken – sie braucht eine Anleitung: die Stickdatei.

Die Stickdatei

Eine Stickdatei, oft im Format DST, legt für jeden Stich Position, Richtung, Länge und Farbe fest. Sie wird aus deinem Logo erstellt; das heißt Punchen oder Digitalisieren und ist Handarbeit, weil der Digitalisierer entscheidet, welche Flächen mit welcher Stichart gefüllt werden. Die Kosten dafür fallen einmalig an und hängen von Größe und Komplexität ab. Die Datei bleibt beim Anbieter und wird für jede Nachbestellung wiederverwendet – ein Grund, bei einer Stickerei zu bleiben, wenn das Ergebnis gut war. Mehr zum Thema Nachbestellen unter Kaufberatung.

Flachstick und 3D-Stick

Flachstick ist der Standard: Das Garn liegt flach auf dem Stoff, Flächen werden mit Füllstichen, Schriften mit Satinstichen gestickt. Für Schürzen ist Flachstick fast immer die richtige Wahl. 3D-Stick (Puff-Stick) wird über einer Schaumstoffunterlage gestickt und steht dadurch deutlich hervor – bekannt von Basecaps. Auf Schürzen wirkt er schnell übertrieben, ist schwerer zu waschen und lohnt sich nur für große, einfache Buchstaben.

Kleine Schrift und Details

Stick hat physikalische Grenzen, weil Garn eine Dicke hat. Als Faustregel gilt: Großbuchstaben ab etwa 6 bis 7 mm Höhe, Linien ab etwa 1 mm Breite. Darunter laufen Buchstaben zu, Innenräume wie in „a“, „e“ oder „B“ verschwinden, und feine Serifen werden zu Knubbeln. Verläufe, Schatten und Fotos lassen sich gar nicht sticken – nur einzelne Garnfarben. Viele Stickereien arbeiten mit bis zu 12 bis 15 Farben pro Motiv, sinnvoll sind für ein Logo meist zwei bis vier. Wenn dein Logo sehr fein ist, gibt es zwei Wege: eine vereinfachte Stickversion anlegen lassen oder doch drucken – Entscheidungshilfe unter Druck vs. Stick.

Was Stick kostet

Abgerechnet wird nach Stichzahl, nicht nach Farbe oder Fläche. Ein kleines Brustlogo mit 5.000 bis 8.000 Stichen ist schnell gestickt, eine Rückenfläche mit 50.000 Stichen dauert entsprechend länger und kostet mehr. Dazu kommen die einmaligen Kosten für die Stickdatei und der Rohling. In der Serie sinkt der Preis pro Stück, weil die Maschine mehrere Köpfe gleichzeitig betreibt. Wer Kosten sparen will, stickt klein und auf der Brust statt groß auf dem Latz.

Wo du Schürzen besticken lassen kannst

Laut eigenen Angaben bieten unter anderem wir-bedrucken-mehr (ab 1 Stück, mit Designer), wir-machen-druck (Stick an bis zu zwei Positionen), TeamShirts (Stick auf Wunsch) und werbemittel24 (ab 5 Stück, bis zu 12 Garnfarben, nur gewerblich) Stick auf Schürzen an. Details, Preise und Lieferzeiten stehen im Vergleich von zehn Anbietern. Für ein einzelnes Geschenk mit Namen ist ein Druck meist günstiger und schneller – siehe Schürze mit Namen.

Pflege gestickter Schürzen

Gestickte Schürzen aus Mischgewebe vertragen 60 °C und meist den Trockner auf niedriger Stufe. Bügeln von links auf einem gefalteten Handtuch, damit der Stick plastisch bleibt und nicht platt gedrückt wird. Mehr unter Schürze waschen.

Häufige Fragen

Was kostet es, eine Schürze besticken zu lassen?

Das hängt von Stichzahl, Farbenzahl und Menge ab. Dazu kommen einmalige Kosten für die Stickdatei, wenn noch keine existiert. Bei kleinen Brustlogos in der Serie liegt Stick oft im Bereich eines Siebdrucks, bei Einzelstücken und großen Flächen darüber. Konkrete Preise nennen die Anbieter im Konfigurator oder auf Anfrage.

Was ist eine Stickdatei?

Eine Maschinendatei (zum Beispiel im Format DST), die festlegt, wo die Nadel jeden Stich setzt, in welcher Richtung und mit welcher Farbe. Sie wird aus dem Logo erstellt, das nennt man Punchen oder Digitalisieren. Die Datei bleibt beim Anbieter und wird für Nachbestellungen wiederverwendet.

Wie klein darf Schrift beim Stick sein?

Als Faustregel sollten Großbuchstaben mindestens 6 bis 7 mm hoch sein und Linien mindestens etwa 1 mm breit. Darunter laufen Buchstaben zu, und Innenräume wie bei „a“ oder „e“ verschwinden.

Kann man jede Schürze besticken?

Fast jede Stoffschürze ab etwa 200 g/m². Sehr dünne Stoffe kräuseln sich um den Stick, beschichtete Stoffe und Leder brauchen Spezialtechnik. Mischgewebe aus Polyester und Baumwolle ist der ideale Untergrund.

Geschrieben von

Mathias Ziegler

Gründer shirtcamp.de, München

Verkauft seit Jahren bedruckte Schürzen über shirtcamp.de und kennt Stoffe, Druckverfahren und die Reklamationen, die daraus entstehen.