Kurz gesagt
Die beste Datei für ein Logo ist eine Vektordatei (PDF, SVG, EPS oder AI) mit Schriften in Pfaden – sie lässt sich verlustfrei auf jede Größe bringen. Für Fotos und Illustrationen geht ein PNG oder JPG mit 300 dpi in Druckgröße, mindestens 150 dpi; für ein 25 cm breites Motiv sind das rund 2.950 Pixel Breite. Farben: am Bildschirm RGB, im Druck je nach Verfahren CMYK oder Pantone – frag die Druckerei, was sie will. Und wer nur einen Namen oder Spruch drucken lässt, braucht gar keine Datei, sondern tippt den Text im Shop ein.
Die meisten Probleme mit bedruckten Schürzen entstehen nicht in der Druckerei, sondern in der Datei: ein Logo, das nur als kleines JPG existiert, eine Schrift, die die Druckerei nicht hat, ein Neongrün, das kein Drucker der Welt trifft. Hier steht, was eine gute Druckdatei ausmacht – kurz und in der Reihenfolge, in der die Fragen auftauchen.
Vektor oder Pixel
Vektordateien beschreiben ein Motiv als Formen und Linien. Sie lassen sich verlustfrei auf jede Größe skalieren, von der Visitenkarte bis zum Plakat, und sind deshalb das ideale Format für Logos und Schriftzüge. Typische Formate: PDF, SVG, EPS, AI. Pixeldateien bestehen aus einem Raster einzelner Bildpunkte; vergrößert man sie, werden sie unscharf und treppig. Typische Formate: JPG, PNG. Für Fotos und Illustrationen mit vielen Farben sind sie richtig, für Logos die zweite Wahl. Achtung: Ein JPG in ein PDF zu packen macht es nicht zur Vektordatei.
PNG oder JPG
Wenn es eine Pixeldatei sein muss: PNG, wenn das Motiv einen transparenten Hintergrund braucht – also fast immer bei Logos und Schriftzügen, damit kein weißes Rechteck auf der schwarzen Schürze landet. JPG für Fotos ohne Transparenz, in möglichst hoher Qualitätsstufe, weil JPG bei jeder Speicherung Details verliert.
Auflösung: wie viele Pixel du brauchst
Gemessen wird in dpi (dots per inch) in der späteren Druckgröße. 300 dpi sind ideal, 150 dpi das Minimum für Textildruck, weil Stoff feine Details ohnehin etwas schluckt. Die Rechnung: Druckbreite in Zentimetern ÷ 2,54 × dpi.
| Motivbreite auf der Schürze | Pixel bei 300 dpi | Pixel bei 150 dpi (Minimum) |
|---|---|---|
| 8 cm (Brustlogo) | ca. 945 | ca. 470 |
| 15 cm | ca. 1.770 | ca. 890 |
| 25 cm (Latz mittig) | ca. 2.950 | ca. 1.480 |
Hochrechnen hilft nicht: Ein 500 Pixel breites Logo, das auf 3.000 Pixel vergrößert wird, hat danach nicht mehr Details, sondern nur größere Unschärfe.
Farben: RGB, CMYK, Pantone
Bildschirme mischen Farben aus Licht (RGB), Druckmaschinen aus Farbe (CMYK). Deshalb wirken viele Bildschirmfarben im Druck matter – besonders Neontöne, sattes Blau und leuchtendes Grün. Digitaldruck und DTF verarbeiten oft RGB-Dateien und rechnen selbst um. Siebdruck arbeitet mit Sonderfarben nach Pantone, Stick mit Garnfarben – hier gibst du die Farbe als Code an, nicht als Datei. Wichtig: Stoff ist kein Papier. Auf farbigem Stoff mischt sich die Untergrundfarbe mit, deshalb wird auf dunklem Stoff mit weißem Unterdruck gearbeitet. Wer eine Hausfarbe exakt treffen will, bestellt vorher ein Muster.
Schriften in Pfade umwandeln
Schick der Druckerei nie eine Datei mit Live-Schrift. Hat sie die Schrift nicht installiert, ersetzt das Programm sie durch eine andere, und dein Logo sieht plötzlich anders aus. Die Lösung: Schriften in Pfade (Kurven, Outlines) umwandeln. Dann ist der Text nur noch Form und sieht überall gleich aus. In Illustrator heißt das „In Pfade umwandeln“, in Affinity „In Kurven konvertieren“, in Inkscape „Objekt in Pfad umwandeln“. Vorher eine Kopie mit editierbarem Text speichern – nach der Umwandlung lässt sich kein Buchstabe mehr ändern.
Lesbarkeit und Kontrast
- Kontrast: Helle Schrift auf dunklem Stoff, dunkle auf hellem. Grau auf Schwarz oder Gelb auf Weiß sieht am Bildschirm gut aus und auf der Schürze nach nichts.
- Größe: Buchstaben im Druck ab etwa 8 mm, im Stick ab 6–7 mm Höhe. Ein Spruch soll auf zwei, drei Meter lesbar sein.
- Linien: nicht dünner als etwa 0,5 mm im Druck und 1 mm im Stick.
- Schreibschrift: nur für kurze Wörter. Lange Sätze in Schreibschrift liest niemand.
- Weißraum: Lieber ein Motiv groß und klar als drei Elemente klein und gedrängt.
Ohne Datei: Name oder Spruch im Shop
Für einen Namen oder Spruch auf einer einzelnen Schürze brauchst du keine Druckdatei. In unserem Shop gibst du den Text in eine Vorlage oder in das freie Textfeld der Kochschürze ein und siehst die Vorschau vor der Bestellung – siehe Schürze mit Namen. Druckdaten werden erst für eigene Logos und Grafiken relevant; welcher Anbieter welche Formate annimmt, steht im Anbieter-Vergleich.
Häufige Fragen
Welches Dateiformat für den Schürzendruck?
Für Logos PDF, SVG, EPS oder AI als Vektordatei. Für Fotos und Grafiken mit vielen Farben PNG (mit transparentem Hintergrund) oder JPG in hoher Auflösung. Word-Dateien, Screenshots und Bilder aus Messengern sind keine Druckdaten.
Wie viel dpi braucht ein Druck auf Stoff?
300 dpi in der späteren Druckgröße sind ideal, 150 dpi das Minimum. Rechnung: Druckbreite in Zentimetern geteilt durch 2,54, mal 300. Ein 25 cm breites Motiv braucht also etwa 2.950 Pixel Breite, bei 150 dpi etwa 1.480 Pixel.
RGB oder CMYK für den Textildruck?
Das hängt vom Verfahren ab. Digitaldruck und DTF arbeiten oft mit RGB-Dateien und rechnen intern um; Siebdruck und Stick brauchen Sonderfarben (Pantone bzw. Garnfarben). Am besten fragst du die Druckerei. Leuchtende Bildschirmfarben wie Neongrün oder sattes Blau lassen sich im Druck nicht immer exakt treffen.
Warum Schriften in Pfade umwandeln?
Weil die Druckerei deine Schrift sonst vielleicht nicht hat und eine andere einsetzt. In Pfade umgewandelte Schrift ist nur noch Form, kein Text mehr – sie sieht überall gleich aus. Vorher eine Kopie mit editierbarem Text behalten.






